Samstag, 2. Februar 2019

Nachgemacht

Mohinga ist nicht nur Nationalgericht von Myanmar, sie zählt auch zu meinen Leibspeisen dort. Es liegt also nahe, sich die schmackhafte Suppe auch zu Hause mal zu kochen. Am Wochenende ist dafür Zeit und ich teste das einfach mal. Dazu habe ich Bestandteile aus verschiedenen Rezepten im Internet und eigene Vorstellungen aus der Erinerung gemischt. Mengenangaben halte ich sowieso nie ein, sondern mache das eher nach Gefühl.

Die fertige Mohinga, wohlschmeckende Mahlzeit

Man nehme einen Fisch, am besten Katzenwels oder ersatzweise Pangasius, den man hierzulande einfacher bekommt. Ein kompletter Fisch macht mehr Geschmack, ich nehme der Bequemlichkeit halber aber dennoch Filets. Die kommen in die Pfanne, mit Wasser bedeckt, dazu eine Stange Zitronengras, ein Stück Ingwer, eine Knoblauchzehe, alles flach geklopft. Eine Scheibe Limette gebe ich auch noch dazu und ein wenig Salz. Das ganze lasse ich dann erstmal köcheln für ein paar Stunden, um einen guten Fischsud zu bekommen.

Dann wird der Fisch herausgenommen und mit einer Gabel zerdrückt, er zerfällt quasi von alleine. Der Sud kommt durch ein Sieb in einen großen Topf, ich gebe noch Wasser dazu und rühre dann ein paar Esslöffel geröstetes Reismehl unter, das macht die Suppe etwas sämiger. Ein Teelöffel Garnelenpaste (Achtung, nichts für sensible Nasen) kommt dazu, ein paar kleine rote Zwiebeln in Spalten und etwas Frühlingszwiebelringe.

Nun das entscheidende: die Würzpaste. Dazu werden Knoblauch, Ingwer, ein Stängel Zitronengras, ein paar grüne Chili, zwei weitere Zwiebeln und einige Korinderblätter fein gehackt. Zusammen mit etwas Fischsoße wird das ganze dann mit dem Pürierstab zu einer Paste vermischt. In Sesamöl wird diese Paste ein paar Minuten angebraten. Dann wird der Fisch untergemengt und die entstandene Fisch-Gewürzpaste lasse ich noch ein paar Minuten braten, immer schön rühren. Das riecht schonmal gut.

Die Fischpaste kommt dann zur Suppe in den Topf. Als Alternative zu hartgekochten Eiern, die gerne dazu gereicht werden, mache ich es wie meine Garküche in Yangon: verquirlte Eier direkt in die Suppe einrühren. Dann kann das ganze noch eine Weile köcheln. Scheiben Bananenstamm müssten hier klassisch noch hinein, die waren aber nicht zu bekommen. Auch auf Kichererbsenbratlinge als Beilage muss ich dieses Mal verzichten, Kichererbsen wurden beim Einkauf leider vergessen.

Wichtige Beilagen: Schalotten und Knoblauch, knusprig geröstet, Koriander, Frühlingszwiebeln und getrocknete Chiliflocken

Jetzt müssen nur noch Reisnudeln gekocht werden und die Beilagen vorbereitet. Das Ergebnis schmeckt vorzüglich. Am besten wird mit Stäbchen und Löffel gegessen, so lassen sich die Nudeln am besten in den Griff bekommen.

Sättigungsbeilage: Reisnudeln (ich hätte die dünneren nehmen müssen)

Guten Appetit. 

Keine Kommentare:

Kommentar posten