Freitag, 20. Januar 2017

Materialschlacht

Von unterwegs im Busch gab es leider keine Live-Nachrichten, mangels Internetverbindung meist. Drei Wochen ohne moderne Kommunikation haben auch ihren Reiz, dafür Weite und Ruhe, auch das ist schön.

Von unseren 70 Kilo Gepäck war wahrscheinlich mehr als die Hälfte Fotoausrüstung. Unterwegs mit dem Auto war nicht nötig, sich zu bescheiden und so waren alleine neun Kameras und eben so viele Stative mit an Bord. Dazu Drohne, Slider und voluminöse Teleobjektive, Laptops und Festplatten, das läppert sich. Als wir am Ende in Windhoek unser Gepäck für's Flugzeug geschnürt haben, mussten wir den ganzen Krempel einfach mal im Bild festhalten:

Darf's ein Kilo mehr sein?

Selten war das Equipment derart verstaubt nach einer Reise, aber alles kam unbeschadet Heim. Diverse technische Probleme waren lästig, haben sich aber alle lösen lassen und die Stromversorgung hat auch funktioniert. Für die Drohne hieß es stellenweise: Flugverbot, im Etosha Natinalpark wurde gar der Koffer verplombt. Unser Ansinnen war auch nicht, Tiere zu belästigen, einige eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen sind natürlich entstanden.

Zelten unterm Regenbogen

In der Wahl der Route, die wir am Ende noch ein bischen umgeworfen haben, haben wir denke ich ein gutes Händchen bewiesen. Die Etappen waren alle gut zu fahren und es blieb genug Zeit für Erholung. Die landschaftlich interessantesten Gegenden haben wir zu einem guten Teil eingebaut. Neben manchmal doch recht eintönigen Fahrstrecken - links Zäune, rechts Zäune, links Büsche, rechts Büsche, dazu eine Millionen Termitenhügel und 50 Kilometer geradeaus - gab es viel Interessantes zu sehen. Die erste Afrika-Reise war alles in Allem ein Erfolg, auch wenn das Gefühl "da muss ich unbedingt immer wieder hin" sich nicht einstellte.

Immer dabei: Staub

Die Reisezeit, afrikanischer Hochsommer, als sich als durchaus positiv herausgestellt. Allzu viel los war nicht trotz der Sommerferien. Die Temperaturen dürften sich gegen 40° bewegt haben, was aber angesichts der trockenen Luft und des fast immer wehenden Windes sehr erträglich war. Abends ließ sich gemütlich am Grillfeuer sitzen, einmal kamen dabei sogar Fleecejacken zum Einsatz in den Bergen. Regen gab es fast nie, auch wenn es zuvor im Etosha wohl schon ordentlich geregnet hat und die Tierdichte dadurch eher eingeschränkt war. Zu sehen gab es genug.

Wozu kauft man eigentlich ein Supertele, wenn die Viecher dann driekt neben dem Auto liegen?

Jetzt heißt es, viel Foto- und Videomaterial zurechtbasteln und dann wird es einen hoffentliche Interessanten Eindruck von Namibia geben.

Keine Kommentare:

Kommentar posten