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| Unterwegs im Osten |
Sonntag, 14. Oktober 2018
Paris
Nachdem ich nun einige Jahre nicht mehr in der früher oft von mir besuchten Stadt war, habe ich nun ein paar Tage dort verbracht. Wir hatten das jährliche Treffen des ehemaligen Myanmar-Kinderhilfe Vereins, in dem ich bis zur Umwandlung in eine Stiftung Mitglied war, dieses Jahr nach Paris gelegt, wo jemand aus der Runde teilzeitansässig ist. Eine willkommene Gelegenheit für ein langes Wochenende.
Der Oktober zeigt sich golden und fast sommerlich, was will man mehr. Ich beziehe Quartier im 7. Arrondissement beim Eiffelturm um die Ecke. Die Wahl fällt aber nicht wegen des Eiffelturms auf diese Gegend, sondern weil wir für Samstag hier verabredet sind. Mein Hotel liegt in einer ruhigen Straße, ist ansonsten eher unspektakulär und für das Gebotene völlig überteuert (was aber mehr oder wneiger für ganz Paris gilt). Mittlerweile liegen die einfachen Hotels fast alle jenseits der 100 Euro, sind bei Licht betrachtet aber nur einen Bruchteil dessen wert.
Interessant fand ich, dass man an den Fahrkartenschaltern der Metro zwischenzeitlich nicht mehr mit Bargeld bezahlen kann, sondern ausschließlich mit Kreditkarten. Da ich eine Wochenkarte erwerbe, die namentlich und mit Foto versehen erstellt werden muss, kann ich den Automaten nicht nutzen, der noch Bares akzeptiert. Plastikgeld scheint hier insgesamt schwer auf dem Vormarsch und ist deutlich populärer als daheim. Man zweifelt, ob dies ein guter Trend ist.
In der U-Bahn fällt mir auf: hier wird viel gelesen. Natürlich sitzen auch die meisten mit Smartphone beschäftigt herum, ein gewohntes Bild, aber mich erstaunt doch, dass in großen Mengen auch echte Bücher benutzt werden. Komisch, dass einem so etwas auffällt.
Aufgrund häufiger Besuche habe ich in Paris vieles gesehen und vieles fotografiert über die Jahre. Ich bewege mich also überwiegend auf bekannten Pfaden, was aber keineswegs langweilig ist. Bevor ich Freitag Abend zum Essen verabredet bin, mach in viele Kilometer in zwei Tagen, bei Sonnenschein eine angenehme Beschäftigung. Ich suche allerlei Orte auf, die ich lieb gewonnen hatte, und lasse auch ausreichend Zeit für die einladenen Terrassen der Cafés. Viele Aussichtspunkte, etwa die Dachterrasse des Kaushauses Samaritaine, gibt es leider nict mehr. Wer im Stadtzentrum einen schönen und noch dazu kostenlosen Überblick bekommen möchte, findet diesen aber nach wie vor im Institut du Monde Arabe. Das Kunst- und Kulturzentrum bietet neben einem Ausblick vom Dach auf Notre Dame und die Seine auch eine sehenswerte moderne Architektur. Hinter der Glasfassade befinden sich aufwändige Metallornamente, die sich je nach Sonneneinstrahlung automatisch öffnen oder schließen und damit die Helligkeit im Inneren regulieren.
In den anschließenden Tagen gibt es viel zu erzählen, tolles Essen und Kultur mit den Freunden. Wir besuchen unter anderem die aktuelle Miro-Ausstellung im Grand Palais, da war ich noch nie drin. Museen habe ich in der Vergangenheit sowieso kaum besucht in Paris, ich war nichtmal im Louvre bisher. Dafür bekomme ich dieses Mal noch etwas zu sehen, was ich bisher nicht kannte: die Stiftung Louis Vuitton (der mit den Koffern), ein Ausstellungsgebäude im Bois de Bologne. Das Gebäude ist schon alleine einen Besuch wert, verantwortlich ist der Architekt Frank Gehry, der unter anderem auch den Medienhafen in Düsseldorf und das Guggenheim-Museum in Bilbao entwarf. Im Inneren sehen wir die Ausstellung des New Yorker Graffiti-Künstlers Basquiat, die sich als sehr lohnend entpuppt (mit sagte der Künstler vorher nichts). Die weitere Ausstellung - Egon Schiele - spare ich mir wegen des riesigen Andrangs und schaue mich dafür noch eine ganze Weile in dem recht einzigartigen Gebäude um.
Noch ein paar Eindrücke aus verschiedenen Ecken der Stadt:
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| Metroeingänge in Art Déco findet man nicht mehr oft |
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| Zuverlässiger Nahverkehr |
Der Oktober zeigt sich golden und fast sommerlich, was will man mehr. Ich beziehe Quartier im 7. Arrondissement beim Eiffelturm um die Ecke. Die Wahl fällt aber nicht wegen des Eiffelturms auf diese Gegend, sondern weil wir für Samstag hier verabredet sind. Mein Hotel liegt in einer ruhigen Straße, ist ansonsten eher unspektakulär und für das Gebotene völlig überteuert (was aber mehr oder wneiger für ganz Paris gilt). Mittlerweile liegen die einfachen Hotels fast alle jenseits der 100 Euro, sind bei Licht betrachtet aber nur einen Bruchteil dessen wert.
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| 7. Arrondisment |
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| Einst Institution, heute selten: Bar Tabac |
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| Verspürt man das spontane Bedürfnis, etwa 150 Euro in ein Abendessen zu investieren, ist man beispielsweise hier richtig (gegenüber meinem Hotel) |
Interessant fand ich, dass man an den Fahrkartenschaltern der Metro zwischenzeitlich nicht mehr mit Bargeld bezahlen kann, sondern ausschließlich mit Kreditkarten. Da ich eine Wochenkarte erwerbe, die namentlich und mit Foto versehen erstellt werden muss, kann ich den Automaten nicht nutzen, der noch Bares akzeptiert. Plastikgeld scheint hier insgesamt schwer auf dem Vormarsch und ist deutlich populärer als daheim. Man zweifelt, ob dies ein guter Trend ist.
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| Damit kommt man nicht weit |
In der U-Bahn fällt mir auf: hier wird viel gelesen. Natürlich sitzen auch die meisten mit Smartphone beschäftigt herum, ein gewohntes Bild, aber mich erstaunt doch, dass in großen Mengen auch echte Bücher benutzt werden. Komisch, dass einem so etwas auffällt.
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| Teuerer Ausblick: Tour Montparnasse |
Aufgrund häufiger Besuche habe ich in Paris vieles gesehen und vieles fotografiert über die Jahre. Ich bewege mich also überwiegend auf bekannten Pfaden, was aber keineswegs langweilig ist. Bevor ich Freitag Abend zum Essen verabredet bin, mach in viele Kilometer in zwei Tagen, bei Sonnenschein eine angenehme Beschäftigung. Ich suche allerlei Orte auf, die ich lieb gewonnen hatte, und lasse auch ausreichend Zeit für die einladenen Terrassen der Cafés. Viele Aussichtspunkte, etwa die Dachterrasse des Kaushauses Samaritaine, gibt es leider nict mehr. Wer im Stadtzentrum einen schönen und noch dazu kostenlosen Überblick bekommen möchte, findet diesen aber nach wie vor im Institut du Monde Arabe. Das Kunst- und Kulturzentrum bietet neben einem Ausblick vom Dach auf Notre Dame und die Seine auch eine sehenswerte moderne Architektur. Hinter der Glasfassade befinden sich aufwändige Metallornamente, die sich je nach Sonneneinstrahlung automatisch öffnen oder schließen und damit die Helligkeit im Inneren regulieren.
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| Sonnenschutz-Fassade ... |
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| Bibliothek ... |
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| ... und Dachterrasse im Institut du Monde Arabe |
In den anschließenden Tagen gibt es viel zu erzählen, tolles Essen und Kultur mit den Freunden. Wir besuchen unter anderem die aktuelle Miro-Ausstellung im Grand Palais, da war ich noch nie drin. Museen habe ich in der Vergangenheit sowieso kaum besucht in Paris, ich war nichtmal im Louvre bisher. Dafür bekomme ich dieses Mal noch etwas zu sehen, was ich bisher nicht kannte: die Stiftung Louis Vuitton (der mit den Koffern), ein Ausstellungsgebäude im Bois de Bologne. Das Gebäude ist schon alleine einen Besuch wert, verantwortlich ist der Architekt Frank Gehry, der unter anderem auch den Medienhafen in Düsseldorf und das Guggenheim-Museum in Bilbao entwarf. Im Inneren sehen wir die Ausstellung des New Yorker Graffiti-Künstlers Basquiat, die sich als sehr lohnend entpuppt (mit sagte der Künstler vorher nichts). Die weitere Ausstellung - Egon Schiele - spare ich mir wegen des riesigen Andrangs und schaue mich dafür noch eine ganze Weile in dem recht einzigartigen Gebäude um.
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| Futuristisch ... |
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| Fondation Louis Vuitton |
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| Mit dezenten Farbakzenten ... |
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| ... im Untergeschoss |
Noch ein paar Eindrücke aus verschiedenen Ecken der Stadt:
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| Paris, die Stadt der goldenen Kuppeln (?) ... |
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| ... und der Austern, wenn man's mag |
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| Es geht voran! |
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| Werkstatt |
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| VEGAN |
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| Ich war dabei |
Sonntag, 30. September 2018
Frieden
Anlässlich der Domwallfahrt und eingedenk des 100. Jahrestages zum Ende des 1. Weltkrieges bot der Kölner Dom in den letzten Tagen etwas besonderes. Auf der Domplatte wurden Friedenswünsche im Kerzenschein aufgestellt und der Dom wurde zur Leinwand für eine gigantische Illumination unter dem Titel "dona nobis pacem". Untermalt von Musik wurde ein Videokunstwerk der Medienkünstler Detlef Hartung und Georg Trenz zum Gedenken an den 1. Weltkrieg auf die Domfassade projeziert. Das war höchst beeindruckend.
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| 1914 |
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| 1918 |
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| Der Dom als Flugblatt |
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| Farbiges Finale der Installation |
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| Frieden ... |
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| ... weltweit |
Samstag, 29. September 2018
Ausgangssperre
Angesichts des Erdogan-Besuchs in Köln finde ich mich heute am Rande der Sperrzone wieder. Ich drehe mal eine kurze Runde, um mir das anzuschauen, wobei allerdings nicht weit zu kommen ist. Der Konvoi mit dem, ähm, Dings fährt dann überraschender Weise quasi an meiner Haustür vorüber am Nachmittag, ich wähnte ihn längst in der Moschee. Wenigstens habe ich einen Parkplatz außerhalb des Sperrgebiets. Mal sehen ob dann heute Abend das Verlassen meiner Straße wieder möglich sein wird.
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| Verkehrsberuhigt |
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| Fans unter'm Fernsehturm |
Mittwoch, 29. August 2018
Smoking rooms around the world #7
Sonntag, 19. August 2018
Zu Fuß zum Flieger
Nach dem Auschecken aus meiner Herberge sind noch ein paar Stündchen Zeit. Die verbringe ich überwiegend auf der Promenade von Playa Honda. Im Prinzip könnte ich zu Fuß zum Flughafen spazieren, aber das Auto möchte auch noch zurückgebracht werden.
Also endet der Spaziergang vor dem Airport und es bleibt noch Zeit für ein paar Tapas.
So, nun folgen noch ein paar Bilder, die in den bisherigen Beiträgen irgendwie nicht zum Zuge kamen. Damit ist Lanzarote dann für den Augenblick abgeschlossen.
Wem Palmen und Kakteen als Begrünung reichen, der ist mit den kargen Landschaften von Lanzarote gut bedient. An Farben und Formen herrscht kein Mangel, die weißen Dörfer sind ein Hingucker und dank erstaunlich gut ausgebauter Straßen ist jeder Ort der Insel bestens zu erreichen. Meine dritte Kanareninsel hat jedenfalls einen guten Eindruck hinterlassen.
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| Wo Playa Honda endet, landen die Flieger |
Also endet der Spaziergang vor dem Airport und es bleibt noch Zeit für ein paar Tapas.
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| An netten Gaststätten herrscht kein Mangel |
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| Auch hübsche Anwesen findet man ... |
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| ... gleich am Meer |
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| Wer mag, ertüchtigt sich |
So, nun folgen noch ein paar Bilder, die in den bisherigen Beiträgen irgendwie nicht zum Zuge kamen. Damit ist Lanzarote dann für den Augenblick abgeschlossen.
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| Dekorative Kamele bei den Feuerbergen |
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| Milde Gaben in Arrecife |
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| Trotz schöner Aussicht wohl nicht mehr bewohnt |
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| Dabei ist Wohnungsnot ein ernsthaftes Problem auf den Kanaren, auch eine Kehrseite des Tourismus |
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| Viel Platz an der "Schneekapelle" |
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